Berufsorientierung

Rechtliches

Stichwort Erläuterung
Kinder (bis 14 Jahre) höchstens 7 Stunden täglich, 35 Stunden wöchentlich (§7 JArbSchG)
Jugendliche (15-17 Jahre) nicht mehr als 8 Stunden täglich, nicht mehr als 40 Stunden wöchentlich (§8 Abs. 1)
Nachtruhe von 20.00 bis 6:00 Uhr – Ausnahmen sind möglich (§14 JArbSchG)
Beschäftigungsdauer fünf Tage in der Woche (§15 JArbSchG)
Beschäftigungsverbot an Samstagen, Sonntagen und Feiertagen; branchenbezogene Ausnahmen sind möglich. Werden die Praktikanten ausnahmsweise an solchen Tagen beschäftigt, so müssen sie an einem anderen Tag in derselben Woche freigestellt werden.(§16, 17, 18 JArbSchG)
Ruhepausen Einem Praktikanten/einer Praktikantin sind Pausen zu gewähren: 30 Minuten bei einer Arbeitszeit
von mehr als 4,5 bis 6 Stunden; mindestens 60 Minuten bei einer Arbeitszeit von mehr als 6 Stunden. Die erste Pause muss nach spätestens 4,5 Stunden Arbeit stattfinden. (§11 JArbSchG)

 

Berufsorientierungskonzept

Das Berufsorientierungskonzept der GOBS Neuhaus/Elbe beschreibt die Ziele und Maßnahmen der Schule, welche sie auf dem Weg zum Übergang Schule-Beruf verfolgt. Das Konzept kann nie für sich allein gesehen werden, ist es doch im Schulprogramm verankert und mit den weiteren schulischen Konzepten verzahnt. Es beruht auf den sieben Kern Kompetenzen der Berufsorientierung, welche vom niedersächsischen Kultusministerium benannt worden sind:

  • SuS reflektieren ihre Fähigkeiten, Fertigkeiten und Interessen realistisch
  • SuS gleichen ihre Fähigkeiten und Fertigkeiten mit den Anforderungen von Berufen ab
  • SuS nutzen ihre Kenntnisse über den regionalen Wirtschaftsraum
  • SuS werten praktische Erfahrungen zielgerichtet aus
  • SuS nutzen Beratungs- und Unterstützungsangebote
  • SuS planen die Entscheidung für einen Startberuf oder einen schulischen Ausbildungsweg und setzen dies aktiv um
  • SuS bewerben sich qualifiziert

Diese Kernkompetenzen sind richtungsweisend, müssen jedoch nicht immer alle erfüllt werden. Kompetenzen können gelegt und erlernt werden, jedoch lassen sie sich immer wieder vertiefen. So ist es daher möglich, dass sich ein Schüler qualifiziert und erfolgreich bewirbt, jedoch nur über ein begrenztes Wissen über den regionalen Wirtschaftsraum verfügt, da dieser für die Zukunft keine Rolle gespielt hat.

Das Berufsorientierungskonzept versucht daher, all diese heterogenen Lerner Rechnung zu tragen. Die Darstellungen der Berufsorientierung gliedern sich in die folgenden Bereiche:

  1. Ausgangsbedingungen und Besonderheiten der Schule
  2. Personale und soziale Kompetenzen“ertiefen. en Kultusministerium benannt worden
  3. Fachspezifischen Kompetenzen
  4. Berufsorientierende Maßnahmen
  5. Lernkompetenzen

Sie werden durch Anlagen (1-4) ergänzt, die veranschaulichen sollen, mit welchen Maßnahmen Ziele verfolgt werden, wie das erreichen kontrolliert wird und wie sie beständig weiter vertieft werden.

1. Aussagen über die Ausgangbedingungen und Besonderheiten der Schule

Die GOBS Neuhaus ist eine im Oberschulzweig einzügige Grund- und Oberschule die im Amt Neuhaus ihren Sitz hat. Zurzeit besuchen die Schule ca. 255 Schüler/Schülerinnen (2019/2020), die von 24 Lehrkräften und 3 Anwärtern/Anwärterinnen für den Schuldienst nterrichtet werden, wobei diese nicht alle Vollzeit arbeiten. Die GOBS ist Inklusionsschule, sodass stundenweise zwei Kolleginnen der FÖS, die Lehrkräfte vor Ort unterstützen. Die zweite Fremdsprache Französisch wird von zwei Kolleginnen unterrichtet. Die geringe Größe der Schule lässt auch im Bereich der SL nur jeweils eine Funktionsstelle für beide Schulzweige zu, so dass die Unterstützung der SL-Arbeit nicht immer optimal honoriert werden kann. Die Fusion mit der Grundschule (2018/2019) hat diese Arbeit auf mehrere Schultern verteilt, jedoch nicht einfacher gemacht. Seit dem Jahr 2016 ist es der Schule gelungen, eine Schulsozialarbeiterin für die Arbeit an der Schule zu gewinnen.

Aufgrund der schlechten Infrastruktur und Erreichbarkeit der Schule, fällt es dieser immer wieder schwer neue Lehrkräfte für die Schule zu gewinnen. Lange Anfahrtszeiten, die fehlende Brücke sowie Unkenntnis über den Standort führen dazu, dass mögliche Bewerber/-innen absagen oder sich für eine „Lüneburg-nähere“ Schule entscheiden, so dass die Schule mit Lehrkräften unterversorgt ist. Einzelne Fächer können nur mit Mühe oder gar nicht unterrichtet werden. Mangelndes Fachpersonal, aber auch das Fehlen externer Kräften erlauben der Schule keinen Ganztagsschulbetrieb. Der nicht gesicherte Schülertransport durch die mecklenburgischen Busbetriebe stellt ein weiteres Hindernis dar, sodass Berufsorientierung zumeist am Vormittag stattfindet oder mit erheblichem Mehraufwand für Kollegen und Eltern verbunden ist.

Die Schülerschaft ist heterogen zusammengesetzt, wobei die SuS an diesem Standort die Chance haben nach dem 6. Schuljahr auf ein Gymnasium nach Boizenburg oder Dömitz zu wechseln. Dieses kann im Jahrgang 7 zur einer veränderten Klassen- und Leistungsstruktur führen. Der Anteil von Schülern mit Migrationshintergrund ist kaum nennenswert. Auffallend ist jedoch, dass die Anzahl von SuS mit Förderbedarf steigt.

Die Neuausstattung des PC-Raumes hat auch zur Einführung des Iserv-Systems geführt, so dass jeder SuS seine eigene Schul-E-mail-Adresse hat. Leider können nicht alle Schüler diese auch von zuhause abrufen. Das neu bearbeitete Medienkonzept der Oberschule Neuhaus trägt diesem Sachverhalt Rechnung, sodass alle SuS während des Schulbetriebes die Möglichkeit erhalten sich entsprechende Qualifikationen anzueignen.

Im Schuljahr 2016/2017 wurde der erste OBS-Jahrgang entlassen, wobei alle SuS einen Anschluss vorweisen konnten. Duale sowie schulische Ausbildungsgänge halten sich die Waage, nur wenige SuS versuchen eine weiterführende Schulform zu besuchen.

Das Amt Neuhaus ist eine Gemeinde im niedersächsischen Landkreis Lüneburg, die am 1. Oktober 1993 gebildet wurde. Die in dieser Einheitsgemeinde Amt Neuhaus aufgegangenen Gemeinden gehörten bis zum 29. Juni 1993 zum mecklenburg-vorpommerschen Landkreis Hagenow. Bis zur Wende gehörte die Gemeinde zum Staatsgebiet der DDR und lag im Grenzsicherungsgebiet. Die Gemeinde besteht aus den sieben Ortschaften Dellien, Haar, Kaarßen Neuhaus, Stapel, Sumte und Tripkau. Das Amt Neuhaus hat ca. 5000 Einwohner und ist daher nur dünn besiedelt. Ab 30. Juni 1993 bestand das bisherige Amt Neuhaus mit den sechs Gemeinden Haar, Kaarßen, Neuhaus/Elbe, Stapel, Sumte und Tripkau als niedersächsische Samtgemeinde weiter. Am 1. Oktober 1993 wurden die sechs Gemeinden der bisherigen Samtgemeinde Amt Neuhaus zu einer neuen Einheitsgemeinde zusammengefasst. Durch den geplanten Bau einer neuen Elbbrücke zwischen Darchau und Neu Darchau im Landkreis Lüchow-Dannenberg soll die Gemeinde besser an die Kreisstadt Lüneburg angebunden werden. Leider ist auf die nahe Zukunft gesehen, der Bau nicht umsetzbar, was für die Berufsorientierung der Schüler maßgebliche Folgen nach sich zieht.

Die Region liegt im Biosphärenreservat Elbtalaue, sodass es keine Industrieunternehmen vor Ort gibt. Die Gemeinde ist landwirtschaftlich geprägt und weist nur vereinzelt Handwerks-oder Dienstleistungsbetriebe auf. Die nächsten Industriestandorte sind in Mecklenburg-Vorpommern Wittenburg und Boizenburg, sowie in Niedersachsen Lüneburg und mit Abstrichen Dannenberg. Alle diese Orte sind aufgrund des mangelhaften ÖPNVs in der Region für Minderjährige aber nur mit der Unterstützung von Familie oder Freunden/Bekannten zu erreichen, sodass die Schüler oft nur eine unzureichende Berufsorientierung vornehmen können.

Fehlende Infrastruktur, Weitläufigkeit des Amtes, sowie fehlende, zeitliche Ressourcen im Schulbetrieb (siehe oben Ganztagsschule) machen es darüber hinaus auch schwierig Betriebserkundungen oder-besichtigungen vorzunehmen.

Mit der neuen Ausstattung des PC-Raumes und der Einführung von Iserv sollen aber nun neue Wege beschritten werden. Die Wiedereinführung einer Jobmesse (seit 2016) mit verbindlicher Teilnahme sowie die Errichtung einer nachhaltigen Schülerfirma (2017)sind erste Schritte diesem Problem entgegenzutreten. Die Kooperation mit den Betrieben und Einrichtungen vor Ort wird so gestärkt und die Schule rückt wieder mehr in den Mittelpunkt. Die Durchführung von Walderlebnistagen sowie eine engere Zusammenarbeit mit landwirtschaftlichen Betrieben sind die Basispunkte, die in nächster Zeit weiter ausgebaut werden sollen. Ebenso bewirbt sich die GOBS-Neuhaus um den Titel einer Umweltschule, wobei die Zusage noch aussteht.

Es bleibt aber anzumerken, dass es schon verwunderlich erscheint, dass die diesseitigen Unternehmen der Elbe mehr an den SuS interessiert sind, als der Heimatlandkreis Lüneburg, so dass das Land Niedersachsen kommende Fachkräfte „vorfinanziert“, die dann vom Land Mecklenburg-Vorpommern gerne übernommen werden.

2. Personale und soziale Kompetenzen

Die GOBS Neuhaus beschreibt in ihrem Leitbild und in ihren pädagogischen Grundgedanken, dass sie die Entwicklung der Persönlichkeit, Sozialkompetenz und den Erwerb von Schlüsselqualifikationen als individuellen Prozess bei jedem SuS begreift, in dem SuS, pädagogisches Personal und Eltern gemeinsam Verantwortung tragen. Am Ende dieses Prozesses sollen die SuS als junge Erwachsene selbstbestimmt eine Entscheidung für ihre weitere Zukunft treffen, sei es eine duale/schulische Ausbildung oder der Besuch einer weiterführenden Schule um einen höherwertigen Schulabschluss zu erlangen.

Die von der GOBS Neuhaus erarbeiteten Regeln zum Umgang mit einander sollen ein friedliches und tolerantes Miteinander, aber auch Lernen ermöglichen. Darüber hinaus gibt sich jede Klasse eigene Regeln zum Verhalten in der Klasse, welche z.T. von den SuS selbst, im S-KL-Gespräch oder im Rahmen des Sozialtrainings noch einmal auf ihre Einhaltung überprüft werden.

Die SuS übernehmen die Verantwortung für ihre Klassenräume und legen die Ordnungsdienste fest. Der 10. Jahrgang unterstütz die Lehrkräfte bei der Pausenaufsicht, in dem er die Räume auf „Zurückgebliebene“ kontrolliert, sowie den Dienst an der Eingangstür verantwortungsvoll übernimmt (inklusive Mülldienst). Darüber hinaus übernehmen sie die Verantwortung bei der Durchführung und Betreuung des Sportfestes der Grundschule bzw. des schuleigenen. Die SuS der Schülerfirma „Felskrug“ öffnen den Kiosk jede Pause und nehmen eigenverantwortlich ihre Dienste war. In den Jahrgängen 5-7 wird gestärkt die Lese- und Schreibkompetenz gefördert. Die Teilnahme an Lesewettbewerben ist erwünscht und wird von den Lehrkräften gefördert. Die Übernahme von Diensten in der schuleigenen Bücherei wird gefördert, sobald ein neues Konzept für den Umgang mit dieser innerhalb des Unterrichts erstellt ist. Ab dem Schuljahr 2017/2018 ist das Bestehen des Computer-Führerscheins als eine mediale Kompetenz neu aufgenommen worden.

Alle SuS der OBS Neuhaus besitzen ein Logbuch. Dieses ist neben dem direkten Kontakt, Telefon, das Kommunikationsmedium zwischen Schule und Eltern. Alle wichtigen Informationen, die den schulorganisatorischen Ablauf betreffen, sind in diesem Buch enthalten. Das Führen des Logbuches wird im Jg.5 ausgiebig erklärt und geübt. Darüber hinaus werden an der GOBS Neuhaus die Zeugnisse ausschließlich in kommentierter Form ausgehändigt. Die SuS kommen mit ihren Eltern in die Schule (zu einem festgelegten Termin) und bekommen das Zeugnis noch einmal vom Klassenlehrer/-in erläutert. Hier können dann auch zusammen weitere Planungen vorgenommen werden oder aber auch Vorkommnisse dargestellt werden.

In allen Jahrgangsstufen wird ein Sozialtraining absolviert, welches von der Schulsozialarbeiterin und den Lehrkräften begleitet wird. Verschiedene Projekte zur Gewalt-, Drogen-, Sucht- und Mobbingprävention sind fest verankert im Jahresplan. Hierbei kann es sich um Angebote in der Schule oder auch außerhalb (Theaterbesuch) handeln.

In den jüngeren Jahrgängen (5,6 und 7) sind die Teilnahme am Waldprojekt verpflichtend. Die jährlich stattfindenden Anglertage für die Jahrgänge 5-7 fördern den nachhaltigen Umgang mit der Umwelt, bieten aber auch erste Ansätze sich Arbeitsabläufe einzuprägen und erfolgreich durchzuführen.

Die GOBS Neuhaus ermöglicht alle SuS des 5. Und 6. Jahrganges die Möglichkeit, das Schwimmen zu erlernen oder seine bestehenden Fähigkeiten zu erweitern. Gerade in dem Lebensraum Elbe ist dieses aus Sicht des Kollegiums eine elementare Kompetenz, die jeder SuS erworben haben sollte.

Im Bereich der Berufsorientierung führen die SuS im Jahrgang 7 ihr Kompetenzfeststellungsverfahren durch, welches zurzeit durch einen Träger durchgeführt wird. An das Kompetenzfeststellungsverfahren schließt sich dann eine Praxisphase an, wo die SuS sich in verschiedenen Gewerken ausprobieren können. Pünktlichkeit beim Bus sowie Verhalten vor Ort spielen in die Beurteilung des Sozialverhaltens hinein.

Die in Jahrgang 9 und 10 stattfindenden Betriebspraktika fördern die sozialen und personalen Kompetenzen dann direkt im Betrieb. Rückmeldung der Betriebe direkt an die betreuende Lehrkraft, aber auch per Rückmeldebogen, geben dem SuS ein Feedback. Es ist vorgesehen die Betriebe hier noch mehr in die Verantwortung zu nehmen, dass sie die Rückmeldebögen realistisch ausfüllen, um den SuS schon frühzeitig zu zeigen, wie problematisch Fehlzeiten, Unpünktlichkeit oder Arbeitsverweigerung werden können. Angedacht ist darüber hinaus über das I-Serve-Modul Umfragen passende Umfragen im Bereich BO zu entwickeln, um die Evaluation voranzutreiben.Ein externes Bewerbungstraining im Jahrgang 9 wird angestrebt, ist aber noch nicht umgesetzt. Ebenso ist es gewünscht, dass die SuS der Jahrgänge 9/10 ihre Ergebnisse des Praktikums Schülern und evtl. auch Eltern und Vertretern der Betriebe präsentieren. Dieses fördert das selbstbewusste Auftreten vor einer Gruppe sowie die gezielte Wiedergabe relevanter Informationen.

Mit der Einführung der nachhaltigen Schülerfirma, die einen schuleigenen Kiosk betreibt, werden die SuS noch einmal zusätzlich in diesem Bereich gefördert. Die Übernahme von Verantwortung, die hygienische Herstellung und Verarbeitung der Produkte sowie der Verkauf mit dem direkten Kontakt zu den Kunden, Abrechnung und Marketing ermöglichen den SuS neue Bereiche in diesem Themenfeld zu beschreiten. Der angedachte, enge Umgang mit den Kooperationspartnern aus dem Archezentrum, sowie den dazugehörenden Betrieben wird das Selbstbewusstsein sowie das korrekte Auftreten noch einmal steigern. Auch das soziale Miteinander sowie die Kritikfähigkeit sollen mit diesem Projekt gestärkt werden.

 

3.Fachspezifische Kompetenzen

Die SuS der GOBS Neuhaus werden in ihrer persönlichen Entwicklung begleitet und dabei auch mit ökonomischen Kompetenzen ausgestattet werden. Angelehnt an die 7 Kernkompetenzen der Berufsorientierung geht es hierbei jedoch nicht ausschließlich um die ökonomischen Kompetenzen.

Die Sus sollen Kenntnisse über das Markt- und Wirtschaftsgeschehen erlagen, so dass sie sich selbst in diesem als Verbraucher und Akteur wiedererkennen. Wie ein Betrieb funktioniert, sollten die SuS wissen, bevor sie ins Praktikum gehen. Darauf aufbauend sollten sie im 10. Schuljahrgang unsere Wirtschaftsordnung der „Sozialen Marktwirtschaft“ erklären können. Die einzelnen Themenfelder, wie Betriebsorganisationen, betriebliche Mitbestimmung, „Soziale Sicherung“ und Tarifverhandlungen sind Bestandteil des Wirtschafts-aber auch des Politikunterrichts.

Schon in den Jahrgängen 5-7 werden in den Fächern Geschichte und Erdkunde Kenntnisse über die Entstehung von Berufen bzw. ihre Entwicklungen vermittelt. Des Weiteren werden die Kompetenzen angelegt, die es den SuS ermöglichen, sich später in ihrem regionalen Wirtschaftsraum zurechtzufinden.

Darüber hinaus wird im Fach Deutsch, aber auch in zahlreichen anderen Fächer, die Kompetenz geschult, sinnentnehmend zu lesen. Wichtige Informationen aus einem Text herauszufiltern und sie komprimiert und sinnvoll in einem neuen Text zusammenzustellen, legen die Basis für das Erreichen der BO-Kompetenzen Praxiserfahrungen zielgerichtet auszuwerten und Rückschlüsse aus den Ergebnissen zu ziehen, um sich für den weiteren Werdegang zu entscheiden. Auch das Erlernen von Fähigkeiten im Umgang mit den neuen Medien spielt in diesen Bereich unweigerlich hinein.

Die fachspezifischen Themenfelder Arbeit und Entlohnung (Jg.8), Wirtschaftskreislauf (Jg.9) oder Marktmodelle werden im Wirtschaftsunterricht behandelt und durch Leistungskontrollen und Referate abgefragt.

Die Themen Strukturwandel, Wandel in der Arbeitswelt und „Globaler Handel“ sind Bestandteil des Wirtschafts-, Geschichts-, Erdkunde und Politikunterrichts. Gerade die Auswirkungen des globalen Handels werden aber auch im Bereich Werte und Normen/Religion behandelt. Formen der Nachhaltigkeit, auf die vor allem im Profil Wirtschaft eingegangen wird, finden sich aber auch in den Naturwissenschaften wieder und werden dort ebenso vermittelt. Der Profilunterricht an der gOBS Neuhaus war für viele Jahre problematischer Natur. Er war abhängig von den Ressourcen, die die Lehrkräfte über hatten, so dass sich kein richtiger Schwerpunkt neben der Fremdsprache herausbilden konnte. Mit dem Aufbau der Schülerfirma ab dem Schuljahr 2017/2018 hat sich das Kollegium entschlossen in den Jahrgängen 9 und 10 die Wahlpflichtkurse aufzugeben und ein vierstündiges Profilfach Wirtschaft einzuführen, in dieses die Schülerfirma integriert ist.

Die Arbeit in der Schülerfirma ermöglicht den SuS nicht nur Kenntnisse und Kompetenzen im Bereich des nachhaltigen Wirtschaftens zu erlangen, sondern es fördert auch ihre Eigenverantwortung, Kreativität, das Arbeiten im Umgang mit Ressourcen, sowie das Einschätzen realistischem Konsumentenverhaltens. Auch der Umgang mit Kooperationspartnern sowie mit Mitarbeitern gehört zur Vermittlung dazu. Die SuS wenden in der Schülerfirma ihr theoriebezogenes Fachwissen aus dem Fachunterricht praxisbezogen an.

Die SuS bauen hierbei auch Erfahrungen auf, die sie in den jüngeren Jahrgängen im Fach Hauswirtschaft oder Werken bzw. bei klassenbezogenen Aktionen (Basar, Würstchenverkauf) gemacht haben. Die nachgeordnete Abteilung „Waldprojekt“ verschafft den SuS tiefergehende Möglichkeiten sich selbst zu erfahren sowie sich in einem Team einzuordnen. Gerade für lernschwache SuS ergeben sich neue Möglichkeiten positive Erfahrungen zu sammeln. Ebenso nehmen die Lehrkräfte die SuS hier in einem anderen Kontext war und können so neue Stärken ihrer SuS erkennen.

4. Berufswahlkompetenzen

Die von der Niedersächsischen Landesschulbehörde aufgestellten sieben Kernkompetenzen sind nur in der Zusammenarbeit alle Fächer zu erreichen (wie zuvor bereits vorgestellt). Kenntnisse über Berufe, deren Entwicklung sowie die dazu passenden Fertigkeiten, werden schon in den Jahrgängen 5-7 (wenn nicht sogar schon in der GS) angebahnt. Die Teilnahme an den Zukunftstagen in den Jahrgängen ermöglicht den SuS erste Erfahrungen an den Arbeitsplätzen ihrer, Eltern, Geschwister, Verwandten oder Bekannten zu sammeln. Die Teilnahme ist zurzeit noch freiwillig, ist die Situation vor Ort einfach nicht so gegeben, dass jeder SuS einen Platz finden kann. Es wird jedoch angestrebt, die in der Schule verbleibenden SuS in nächster Zeit themenorientiert zu beschulen.

Am Anfang des Jg.8 nehmen die SuS an einem Kompetenzfeststellungsverfahren eines externen Anbieters teil. Im weiteren Verlauf folgt dann eine zweiwöchige Praxisphase in der sich die SuS in mehreren Berufsfeldern ausprobieren können. Die Ergebnisse halten die SuS in ihrem eigenen Berufswahl-Portfolio fest und kommen mit diesem auch zum ersten Kontakt mit der Berufsberatung der Arbeitsagentur. Sollte dieses Angebot evtl auslaufen, so müsste das Kompetenzfeststellungsverfahren von der Schule geleistet werden. Begleitend wäre auch das Buchen einiger KoBo-Module möglich, die jedoch nicht auf Dauer die gleiche Anzahl von Praxistagen und somit den realistischen Einblick in die Berufswelt ermöglichen können.

Ferner entscheiden sich die SuS des 8 Jg. nach einer Vorstellung der Aufgabengebiete der Schülerfirma für eine Abteilung in der sie im nächsten Jahr arbeiten wollen und bewerben sich schriftlich.

Im Jg.9 sowie Jg.10 finden zweiwöchige Berufspraktika statt. Die SuS bereiten die Praktika im Unterricht vor und nach, wobei angedacht ist, dass sie ihre Ergebnissen Eltern und evtl auch Betriebsvertretern sowie Mitschülern vorstellen. Da die SuS in beiden GOBS-Jahrgängen in einer Prüfungssituation stehen, sind die zeitlichen Ressourcen (gerade in kurzen Schuljahren) sehr begrenzt. Auch hier wird im Kollegium diskutiert, ob ein Aussetzen des Praktikums in Jg.10 Sinn machen würde und die SuS eher angehalten werden, freiwillige Praktika durchzuführen. Diese kann aber nur Geschehen, wenn man dafür ein anderes Praktikum im Vorwege, sprich Jg. 8 installieren würde.

Alle SuS der Jg. 8-10 sind verpflichtet an der schuleigenen Jobbörse mit Betrieben aus der Region teilzunehmen. Diese wird seit 2016 wieder jährlich durchgeführt und entsprechend evaluiert.

Die Jg.9 (!!) und 10 werden schulintern als Abschlussjahrgänge geführt, so dass sie auch beide an den Schulträger gemeldet werden. Dieses geschieht über Schüleronline, dem Anmeldungstool der Lüneburger Berufsschulen. Im Jg. 9 kann relativ schnell angeglickt werden, wer an der Schule verbleibt, so dass die SuS als versorgt gelten.

Allen anderen SuS wird nahegelegt die Sprechstunden der Berufsberatung sowie der Schulsozialarbeiterin aufzusuchen, um einen passenden Anschluss zu finden. Die Berufsberatung wird auf einem Elternabend im Jg. 8 vorgestellt und kann ggf. auch bei der kommentierten Zeugnisausgabe mit einbezogen werden.

Die GOBS Neuhaus ist bestrebt jedem SuS den passenden Anschluss zu ermöglichen. Es ist aus rechtlichen und schulorganisatorischen Gründen aber nicht immer möglich zusätzliche Praxistage in den Schulablauf einzubauen. Hier sollten die SuS auf freiwilliger Basis während der unterrichtsfreien Zeit ihre Kenntnisse und Fähigkeiten erweitern oder die Chance zum Kennenlernen mit Aussicht auf Ausbildungsvertrag nutzen.

Im Rahmen der Einführung einer Schülerfirma ist angedacht, dass potentielle Kooperationsbetriebe auch besucht werden bzw. sich vorstellen. Wie die konzeptionelle Planung hier weiterverläuft, wird zu einem späteren Zeitpunkt ergänzt.

Wie jedoch schon zuvor beschrieben, sieht die Arbeit in der Schülerfirma ein sehr eigenständiges Arbeiten der SuS vor, die die Lehrkraft nur begleitet. Die SuS sollen ihre eigenen, personalen, sozialen und wirtschaftliche Erfahrungen in einem gesicherten Umfeld machen und Wege finden diese für die nachfolgenden Generationen festzuhalten.

Alle SuS, die in der Schülerfirma arbeiten, durchlaufen eine Veranstaltung des Gesundheitsamtes, welches sie über die Hygienevorschriften und den Umgang mit Lebensmitteln aufklärt.

Für die Abschlussklassen ist es vorgesehen ein externes Bewerbertraining zu installieren, damit die SuS schon im Vorwege evtl. Bewerbungssituationen kennenlernen (optimal wäre hier eine Veranstaltung außer Haus).

Der Ausbau von Informationsveranstaltung zum Thema Berufsorientierung/Berufswahl ist angedacht, die GOBS Neuhaus ermöglicht aber jetzt schon die Teilnahme, wenn sie über diese informiert ist und der rechtliche Rahmen eingehalten wird.

Der schuleigene I-Serve-Zugang ermöglicht jedem SuS eine eigene E-Mail Adresse. Das Nutzen dieser sowie das Anlegen IT-Gestützter Bewerbungsunterlagen soll fester Bestandteil des Wirtschaft-, Informatik- und evtl. Deutschunterrichts werden. SuS mit Problemen im Berufsorientierungsbereich haben die Möglichkeit intensiv durch die Schulsozialarbeiterin betreut zu werden.

Auch die Zusammenarbeit mit der Berufsberatung der Arbeitsagentur kann über diesen Zugang intensiviert werden. Fragen bzw. Antworten können per mail versendet und zeitnah bearbeitet werden.

Einmal im Jahr stellen sich die Berufsbildenden Schulen mit ihren Angeboten auf einem Elternabend vor. In der Zusammenarbeit mit den KollegInnen der BBS stellt die GOBS Neuhaus den Eltern vor, welche Möglichkeiten die SuS im weiteren Verlauf haben.

Anhand der gemeldeten SuS an den Landkreis kann die GOBS Neuhaus, bei entsprechender Pflege der Daten, den Nachweis führen, wie viele SuS in Ausbildung oder weiter zur Schule gegangen sind.

5. Lernkompetenzen

An der GOBS Neuhaus wurde ein Methodenkonzept erarbeitet, aus dem ersichtlich wird, wann eine Methode oder Arbeitstechnik eingeführt und erarbeitet wird und welche Fächer sie im Folgenden weiter vertiefen. Es ist vorgesehen hier noch mehr die entsprechenden Konzepte der GS mit denen der OBS zusammenzuführen.

Das Methodenlernen beginnt im Jg. 5 und baut die Kompetenzen der SuS in jedem Jahrgang weiter aus, so dass im JG. 10 alle im Methodenkonzept genannten Methoden und Arbeitstechniken beherrscht werden.

Ziel ist es, die SuS im selbstständigen Umgang mit u.a. folgenden Arbeitstechniken zu schulen:

  • Texte verstehen und zusammenfassen
  • Brainstorming und im Mindmap darstellen
  • Protokolle anfertigen
  • Referate erstellen
  • Vortragen und Präsentieren von Ergebnissen und Zusammenhängen
  • Plakate und Collagen erstellen
  • Graphiken interpretieren und selber erstellen
  • Karikaturen interpretieren
  • Internetrecherche

Für die Anbahnung einiger Arbeitstechniken, wie z.Bsp. das Halten eines Vortrages mit PowerPoint, die Ausarbeitung eines Referats mit Word oder auch nur die simple Internetrecherche sind PC-Kenntnisse erforderlich. Hier geht einerseits um die Handhabung von Programmen, andererseits um die sinnvolle Nutzung der Errungenschaften des Internets. Der Umgang mit dem PC sowie richtiges Zitieren bzw. Urheberschutz sind Bestandteil zahlreicher Fächer und werden durch das schuleigene Medienkonzept geregelt.

Die erlernten Arbeitsmethoden bauen aufeinander auf, so dass exemplarisch für das Fach Deutsch festgehalten werden kann, dass das Erlernen einen Brief zu schreiben, übergeht in das Anlegen von formalen Schreiben bis hin zu Bewerbungsanschreiben und Lebenslauf. Kombiniert mit der erlernten Technik, des Anlegens von Ordnern und Dateien, haben die SuS letztendlich einen ständigen Zugriff auf ihre erstellten Unterlagen und können diese entsprechend nutzen. Bei Unsicherheiten können sie diese über I-Serve zeitnah an die Lehrkraft versenden, die diese ggf. verbessert oder für ihre Vollständigkeit und Richtigkeit lobt.

In den höheren Jahrgängen wird erwartet, dass Praktikumsmappen digital erstellt werden und die SuS selbst entscheiden können, welche Präsentationsform für sie die richtige ist.

Die Nachhaltigkeit dieser Kompetenzen wird durch die konsequente Anwendung und Vertiefung in alle Fächern gewährleistet.

In einzelnen Fächern wird auch auf Leistungstestverfahren während der Bewerbung eingegangen. Das Erlernen gewisser Aufgaben- und Antwortformate wird geübt und Allgemeinwissen gestärkt.

Das Anlegen eines Portfolios, in dem alle relevanten Berufsorientierungsunterlagen gesammelt werden, stellt diesen Bereich gesondert heraus. Dieses zum einen in schriftlicher Form vorliegen zu haben, aber zum anderen auch als einen Ordner auf dem eigenen Account lässt die SuS sicherer und gelassener an Bewerbungssituationen herantreten.

Gemeinsam mit dem Erwerb von „Schlüsselqualifikationen“ wie Teamfähigkeit, Kommunikationsfähigkeit und Selbstständigkeit können die erworbenen Lernkompetenzen zu einem erfolgreichen Start ins Berufsleben beitragen. Diesen den SuS zu ermöglichen, ist das oberste Ziel der GOBS Neuhaus.

Anlage 1

Matrix zur systematischen Übersicht der berufsorientierenden Maßnahmen für Jahrgang 5-7

Qualitätszyklus

Standard-

bereiche

Ziele

Die Schule formuliert die Ziele, die auf Vorgaben, Bedürfnisse und Interessen der Schüler/innen sowie die regionalen Ausbildungsbedingungen abgestimmt sind.

Maßnahmen

Die Maßnahmen werden zur Erreichung des Ziels ausgesucht und umgesetzt

Ergebnisüberprüfung

Die Schule überprüft regelmäßig den Erfolg anhand der gesetzten Ziele und wendet dabei angemessene Verfahren und Instrumente an.

Beständigkeit

Die Schule schafft zukünftige Gelegenheiten für die beständige Anwendung der erlangten Kompetenzen

Personale und soziale Kompetenz Stärkung des Vertrauens in die eigenen Stärken.

Förderung der Zivilcourage

Vermittlung von Anti-Gewalt-Strategien

Sozialtraining, themenbezogene Exkursionen, Waldprojekt, Schwimmkurse Wiederkehrende Besuche der Schulsoziarbeiterin in den Klassen, Schwimmnachweise, Rückmeldung durch Externe Patenschaften
Fachspezifische Kompetenz Lesekompetenz steigern; Festigen von mathematischen Grundkenntnissen; Bestimmung von Orten und Standorten, Zielgerichte Nutzung von Schreibprogrammen und Massenmedien Schwerpunktunterricht Lesen und Rechnen; Büchereibesuch; Kartenkunde, Computerführerschein Buchvorstellung, Lesewettbewerb, Matheolympiade, Standorte in der Region anhand der Karte finden und aufsuchen Abschlusstest Computerführerschein, Rückmeldung durch kommentierte Zeugnisausgabe Buchvorstellung in weiteren Schuljahren, Auswertung von berufsbezogenen Daten hinsichtlich der Nutzung bei Recherchen zu ausbildungsangeboten, Kenntnisse über die regionale Infrastruktur, Hilfe bei der Erstellung von Bewerbungsunterlagen (auch online)
Berufswahl-kompetenz Kennenlernen von Berufen im persönlichen Umfeld/Betriebe im lokalen Wirtschaftsraum; Üben von erster Kontaktaufnahme (Höflichkeit, Pünktlichkeit), Dokumentation erster Erfahrungen, Kennenlernen von Arbeitsabläufen und Arbeitsbelastung; Informationen über BO-Maßnahmen für die Eltern; Unterstützung der SuS durch Eltern fördern Zukunftstag/BO-Tag für Jungen und Mädchen, wahlweise Betriebserkundungen in der Region, Infoabend „BO an der GOBS Neuhaus“ , Vorstellung von Schulsozialpädagogin und BO-Beauftragten, Einführung in I-Serve Feedbackgespräche in der Klasse, Berichte vor der Klasse, Bereitstellen von Informationsmaterial im Intranet Regelmäßige Teilnahme am Zukunfts/BO-Tag, zunehmende Sicherheit bei der selbstständigen Suche nach einem Betrieb, rechtzeitige Bewerbung um ein Praktikum
Lernkompetenz Entnehmen und Verarbeiten von Informationen Methodentrainingstage Präsentationen Routinierter Umgang bei der Entnahme von Informationen, sowie deren Wiedergabe

 

Anlage 2

Matrix zur systematischen Übersicht der berufsorientierenden Maßnahmen für Jahrgang 8

Qualitätszyklus

Standard-

bereiche

Ziele

Die Schule formuliert die Ziele, die auf Vorgaben, Bedürfnisse und Interessen der Schüler/innen sowie die regionalen Ausbildungsbedingungen abgestimmt sind.

Maßnahmen

Die Maßnahmen werden zur Erreichung des Ziels ausgesucht und umgesetzt

Ergebnisüberprüfung

Die Schule überprüft regelmäßig den Erfolg anhand der gesetzten Ziele und wendet dabei angemessene Verfahren und Instrumente an.

Beständigkeit

Die Schule schafft zukünftige Gelegenheiten für die beständige Anwendung der erlangten Kompetenzen

Personale und soziale Kompetenz Techniken kennen, die Aufschluss über die eigene Person geben; Kommunikation-und Teamfähigkeit entwickeln; kritische Haltung gegenüber Drogen und Süchten erlernen Sozialtraining; Selbst- und Fremdbildbeobachtung; Rückmeldung Kompetenzfeststellungsverfahren und aus Betrieben; Workshops und Exkursionen zum Thema Sucht Beobachtungen protokollieren und im Team reflektieren; Auswertung des Selbsttests; externe Beurteilungen Eigenständigkeit bei Einschätzung von Kompetenzen; Selbstschutz vor Drogen und Suchtmitteln
Fachspezifische Kompetenz Entwicklung von Medienkompetenz; sicherer Umgang mit Online-Systemen; Konsumentenverhalten analysieren und eigene Rolle erfassen; Begriff Arbeit/Wirtschaftlicher Zusammenhänge in der Arbeitswelt kennen und definieren Unterrichtsmaterialien laut SAP; ppt-Methodentraining; Erstellen von Bewerbungsunterlagen; Erkundung von Arbeitsplätzen während Werkstatttage Darstellung der eigenen Erfahrungen mit sozialen Netzwerken; Erstellen eigener ppt; Klassenarbeit, Plakate, Präsentationen, Schülervortäge, fertige Bewerbungsmappe, Vor- und Nachbereitung Praktikum/Werkstatttage, kommentierte Zeugnisausgabe Kritikfähigkeit erweitern (auch gegenüber sozialen Netzwerken); Grundlage Praktikumsnach- und-vorbereitung; gesammeltes Fachwissen auf andere Betriebe ausweiten und anwenden; Berücksichtigung gewonnener Erfahrungen im Berufsfindungsprozess; Vorbereitung Bewerbungsverfahren
Berufswahl-kompetenz Tätigkeitsfelder, Berufe und Berufsbezeichnungen kennen; Portfolio erstellen; Interesse für Berufe wecken,; Erste Erfahrungen in Berufe sammeln; Persönliche Neigungen erkennen und zielorientiert umsetzen; Wahl einer SF-Abteilung Kompetenzfeststellungsverfahren; BWP-Portfolio; Materialien der Arbeitsagentur; Beratung durch Berufsberater bzw. Schulsozialarbeiterin; Infoabende über BO-Konzept sowie Vorstellung der Berufsberatung; ggf. Stellen des Antrags für Reha-Beratung Rückmeldegespräche, mdl. Präsentationen, Kurzvorträge; fachspezifische Kontrollen Arbeitspapier/Bericht erstellen; qualifizierte Bewerbung für die SF-Abteilung; fortwährende Berufsberatung Entscheidungshilfe für passende Praktikums- und Ausbildungswahl; Portfolio in Jg. 9 weiterführen; Einflussnahme auf BO-Maßnahmen in den Jahrgängen 9 und 10
Lernkompetenz Notwendigkeit der Fehlerlosigkeit erkennen; Informationen auch außerhalb der Schule selbstständig zu besorgen ppt, Bewerbung und Lebenslauf schreiben; Informationssuche im Internet; Ehemalige und Experten im Unterricht Abgabe fehlerfreier Produkte Fehlerfreie, ready-on-demand Bewerbungsmappe für den Beginn Jg.9

Anlage 3

Matrix zur systematischen Übersicht der berufsorientierenden Maßnahmen für Jahrgang 9

Qualitätszyklus

Standard-

bereiche

Ziele

Die Schule formuliert die Ziele, die auf Vorgaben, Bedürfnisse und Interessen der Schüler/innen sowie die regionalen Ausbildungsbedingungen abgestimmt sind.

Maßnahmen

Die Maßnahmen werden zur Erreichung des Ziels ausgesucht und umgesetzt

Ergebnisüberprüfung

Die Schule überprüft regelmäßig den Erfolg anhand der gesetzten Ziele und wendet dabei angemessene Verfahren und Instrumente an.

Beständigkeit

Die Schule schafft zukünftige Gelegenheiten für die beständige Anwendung der erlangten Kompetenzen

Personale und soziale Kompetenz Umgangsformen berufstypisch trainieren; souverän kommunizieren; Teamfähigkeit entwickeln; Verantwortung übernehmen; sich präsentieren können Rollenspiele, Bewerbungstraining; Arbeit in der SF; Anwendung im Praktikum; Erfahrungen vor Besuchern präsentieren Korrektur im L-S/S-S-Gespräch; Feedback durch Gruppe/Abteilung/Externe; Präsentation bewerten durch L-S-Gespräch; weiteren Bildungsweg in kommentierter Zeugnisausgabe Halbjahr darstellen Anwenden im Schulalltag, Ausbildungsplatzsuche bzw. Praktikumswahl, sowie in den mündl. Prüfungen
Fachspezifische Kompetenz Vertiefung ökonomischer Abläufe, Markt- und Wirtschaftsgeschehen, Merkmale regionaler Wirtschaftsraum; Anwenden prüfungsrelevanter Aufgabentypen erlernen Schulbuch; Internetrecherche; Prüfungsvorbereitungsunterlagen; Prüf- und Lernzeit; Betriebserkundungen; Expertenbefragungen Klassenarbeit; Lernkontrollen; Abschlussprüfungen; Präsentationstechniken; Arbeitszeugnis SF für Abgänger Bewerbungsgespräch; Preisvergleiche reflektieren können; Vermarktung und Verkauf von Produkten der SF verbessern; mündl. Prüfungsfach auswählen
Berufswahl-kompetenz Umgang mit Angeboten der BA; Merkmale und Anforderungen von beruflichen Tätigkeiten kennen; Erkenntnisse zu eigen Fähigkeiten und Möglichkeiten vertiefen und reflektieren; Betriebl. Sicherheits- und Hygienevorschriften kennen; Praktikumsmappe selber erstellen; Planung des Bildungsweges vorantreiben; Prinzip der „Archebetriebe“ sowie Nachhaltiges Wirtschaften erklären können Infoabend BO und BBS; 3-wöchiges Praktikum; Arbeit in der SF; Besuch der Jobmesse in der Schule; freiwilliger Besuch Berufsfindungsmarkt; BO-Tag; Vorstellung der Ergebnisse des Praktikums vor S/Eltern; Betriebserkundungen in „Archebetrieben“; freiwillige Praktika

Belehrung des GA sowie Führung des „Passes“

Klassenarbeit; Praktikumsmappe und Vorstellung der Ergebnisse im Plenum; Rückmeldung durch Betriebe und SF; Erkundungsbogen und Auswertung Jobmesse; Wahl eines Ausbildungsplatzes oder schulischen Qualifikation fundierte Berufswahl; Entscheidung Ausbildungsplatz oder schulischen Werdegang; Verantwortung in der SF übernehmen;
Lernkompetenz Umgang mit Beratungsinstitutionen, selbstständig Informationen beschaffen; erlernte Arbeitstechniken anwenden; bereit sein, sich Bewerbungsverfahren zu stellen; Medienkompetenzen anwenden, fehlerfreie Bewerbungen vorlegen Gegenseitige Hilfe und Korrektur; Arbeitstechniken anwenden; Interpretationen; Training Präsentationstechniken; Training Einstellungstest; Bewerbungsmappencheck Selbstständiger Umgang mit unterschiedlichen Methoden; Vorstellung der Informationen mit Medieneinsatz; Bewertung der Techniken durch S&L Anwendung in allen Fächern und schulischen Bereichen; Rückmeldung durch Exterme und Ehemalige

Anlage 4

Matrix zur systematischen Übersicht der berufsorientierenden Maßnahmen für Jahrgang 10

Qualitätszyklus

Standard-

bereiche

Ziele

Die Schule formuliert die Ziele, die auf Vorgaben, Bedürfnisse und Interessen der Schüler/innen sowie die regionalen Ausbildungsbedingungen abgestimmt sind.

Maßnahmen

Die Maßnahmen werden zur Erreichung des Ziels ausgesucht und umgesetzt

Ergebnisüberprüfung

Die Schule überprüft regelmäßig den Erfolg anhand der gesetzten Ziele und wendet dabei angemessene Verfahren und Instrumente an.

Beständigkeit

Die Schule schafft zukünftige Gelegenheiten für die beständige Anwendung der erlangten Kompetenzen

Personale und soziale Kompetenz Die Berufswahl als freier und mündiger Bürger eigenständig auf den zuvor gelernten Kompetenzen treffen können. Souveräner Umgang mit Beratungsinstitutionen und selbstbewusstes Auftreten in Bewerbungssituationen. Bewerbungs- und Vorstellungsgespräche simulieren. Freistellung für Bewerbungsgespräche, ggf. Unterstützung; Arbeit bzw. leitende Aufgaben in der SF Treffen einer bewussten Entscheidung für Schule oder Ausbildung. Anmeldung bei Schüleronline. Vorstellung zum Bewerbungsgespräch. Zusage für Schulplatz an weiterführenden Schule

Arbeitszeugnis SF

Ausbildungsbeginn oder schulische Karriere
Fachspezifische Kompetenz Mitbestimmung im Betrieb und Tarifverhandlungen; Wirtschaftsordnungen im Vergleich und als gesellschaftliche Aufgabe; Globales Handeln und seine Auswirkungen

Nachhaltigkeit und globaler Handel; Prüfungsrelevante Inhalte und Aufgabentypen vertiefen

Schulbuch; Expertenbefragung; Wirtschaftliche/Gesellschaftliche Eckdaten analysieren;

Arbeit in der nachhaltigen SF

Einsatz zielgerichteter Prüfungsvorbereitungsunterlagen

Arbeitszeugnis SF; Note Profil Wirtschaft; Klassenarbeit; Berichte und Präsentationen;

Abschlussprüfungen

Nutzen beim weiteren Werdegang in Schule, Beruf oder privatem Leben
Berufswahl-kompetenz Angebote der BA, anderer Institutionen, der BBS sicher nutzen; Berufe und Alternativen kennenlernen; Persönliche Eignung in Theorie und Praxis reflektieren; Erprobung und Absicherung der eigenen Berufswahl; Bewerbung um einen Ausbildungsplatz; Anmelden an einer weiterführenden Schule; erlernte Kompetenzen in Schule/Betrieb anwenden Beruf aktuell, Berufsberatung; besuch der Jobmesse; Praktikum; Besuch der Infoabende BO und BBS; Anmeldung bei Schüleronline; Arbeit in der SF; freiwillige Praktika, Bewerbungsgespräche mit externen Partnern Zusage Schulplatz oder Ausbildungsstelle; Klassenarbeiten; Rückmeldung Schüleronline; Arbeitszeugnis SF; kommentierte Zeugnisausgabe zum Halbjahr, Zukunftsplanung benennen Finden eines Ausbildungsplatzes oder Schulplatzes, der die eigene Berufsentscheidung für die Zukunft wiederspiegelt. Schule führt listen über Verbleib und Quoten
Lernkompetenz Themen eigenständig bearbeiten und präsentieren können. Arbeitstechniken zielgerichtet anwenden. Selbstständige Auswahl von Präsentations- und Arbeitstechniken. Ergebnisse vor der Klasse, Eltern und externen unbeschwert präsentieren. Erlernte Techniken im weiteren lebensverlauf anwenden, ggf. vertiefen und weitergeben.